REGELWERKE

Energieeinsparverordnung EnEV

Wohn-, Büro- und Gewerbegebäude unterliegen der Energieeinsparverordnung EnEV. Bei Neubauten schreibt diese keine Zahlenwerte für den Wärmeschutz der Fenster bzw. der Glasscheiben vor. Maßgeblich ist vielmehr der Jahres-Primärenergiebedarf für das gesamte Gebäude. Dieser Wert darf nicht höher liegen als der rechnerische Jahres-Primärenergiebedarf eines Referenzgebäudes gleicher Größe. Für dieses Referenzgebäude wird der Wärmedurchgangskoeffizient nur für das gesamte Fenster (Uw), nicht jedoch separat für die Verglasung (Ug) angegeben.

Der Wert Uw beträgt in normal beheizten Gebäuden nach derzeit gültiger EnEV 1,3 W/(m²K). Wenn Fenster oder Verglasungen in bestehenden Gebäuden ersetzt oder erstmalig eingebaut werden, darf der Wärmedurchgangskoeffizient für die Fenster und Fenstertüren ebenfalls Uw = 1,3 W/(m²K) betragen. Wird nur die Verglasung eines Fensters ersetzt, dann muss das neue Isolierglas einen Ug-Wert von mindestens 1,1 W/(m²K) haben. Falls die Dicke aus technischen Gründen begrenzt ist, wenn etwa der bestehende Flügel keine dickeren Gläser aufnehmen kann, sind Ug-Werte von max. 1,3 W/(m²K) ausreichend.

 

Normen

EnEV und DIN EN ISO 10077 stellen für den Anwender die wichtigsten Regelwerke bei der Planung von Isoliergläsern dar. Weitere Anforderungen sind in verschiedenen Normen festgelegt, von denen nachfolgend die wichtigsten aufgelistet sind:

  • Normenreihe DIN EN 1279: Glas im Bauwesen – Mehrscheiben-Isolierglas
  • Normenreihe DIN EN 572: Glas im Bauwesen – Basis-Erzeugnisse aus Kalk-Natronsilicatglas
  • DIN EN 410: Glas im Bauwesen – Bestimmung der lichttechnischen und strahlungsphysikalischen Kenngrößen von Verglasungen
  • DIN EN 673 und 674 Glas im Bauwesen – Bestimmung des Wärmedurchgangskoeffizienten (U-Wert)
  • DIN EN 1096: Glas im Bauwesen – Beschichtetes Glas