GLASHERSTELLUNG

Floatglas

Ausgangsprodukt aller Isoliergläser ist heute Floatglas, das als endloses Glasband aus einer Glasschmelze gewonnen wird. Diese besteht aus 60 % Quarzsand, 19 % Soda, 15 % Dolomit (Kalk) und 6 % weiteren Rohstoffen. Außerdem werden saubere Glasscherben beigegeben und das Gemenge bei etwa 1.550 °C geschmolzen.

Das flüssige Glas gelangt auf das Floatbad aus Zinn, wo es in Form eines endlosen Bandes „floatet“. Infolge der Oberflächenspannung des Glases und der Oberfläche des Zinnbades bildet sich ein planparalleles, verzerrungsfreies Glasband von hoher optischer Qualität.

Durch Beifügung von Metalloxiden kann die Glasmasse eine Farbtönung, z.B. für Sonnenschutzverglasungen, erhalten. Durch gezielte Reduktion des Eisenoxidgehalts entsteht hingegen besonders farbneutrales Weißglas wie beispielsweise EUROWHITE NG. Dieses steigert den Transmissionsgrad von Licht und Sonnenenergie. So lässt es bei Glasdicken bis 12 mm 91 % des einfallenden Lichts und bis 8 mm 90 % der Sonnenwärme durch.

Genau genommen wird Glas nie wirklich geschnitten. Eine computergesteuerte Schneidemaschine ritzt zunächst mit einem Hartmetallrand das Floatglas, das anschliessend automatisch gebrochen wird.