Technologietransfer: Modernste Hightech-Lösungen für Fassadengläser eröffnen neue Möglichkeiten auch im Interior Design
Glas ist ein universeller, jahrtausendealter Werkstoff, der die Menschen schon immer fasziniert hat.
Ulm, Dezember 2009
Neben der prägenden Rolle, die er seit der Entwicklung der ersten Fenstergläser im Römischen Reich für die Evolution der Architektur spielte, ist er seit jeher Arbeitsmaterial und Inspirationsquelle von Künstlern und Kunsthandwerkern: Gebrauchs- und Kultgegenstände, Schmuck und großflächige Kunstwerke aus Glas schmückten die Menschen und ihre Aufenthaltsräume in den verschiedensten Kulturen. Während der Baustoff durch die industrielle Entwicklung und die heutigen Möglichkeiten der Glasveredelung im Bereich der Gebäudehülle längst die führende Rolle übernommen hat, erweitern sich auch seine Anwendungsmöglichkeiten im Interior Design stetig. Hierfür weckt der Schweizer Glashersteller und Veredler Glas Trösch die ganze Wirkungsvielfalt des facettenreichen Werkstoffes. Impulse und Verarbeitungstechnologien für neue Gestaltungsvarianten kommen dabei sogar aus der Plasmaphysik, einem entscheidenden Forschungsgebiet bei der Entwicklung neuer Fassadengläser.
Innovative Fenster- und Fassadengläser leisten einen grundlegenden Beitrag zur Realisierbarkeit moderner Architektur: Sie schaffen lichtdurchflutete Räume und fließende Übergänge zwischen Innen- und Außenraum. Gleichzeitig sorgen Hightech-Glasveredelungen für energetisch optimierte Eigenschaften. Diese Technologien bergen auch großes Potenzial für den Interiorbereich. So basiert beispielsweise das Glas Trösch Designglas EUROLAMEX METALLIC auf einer Entwicklung aus der Metallurgie für die Herstellung von Sonnen- und Wärmeschutzgläsern. Deren typische Außenwirkung, der so genannte „Street Appeal“, entsteht durch hauchdünne Beschichtungen und kann leicht bläulich, silbern, bräunlich oder grünlich sein. Auch Innenräumen lässt sich so eine einzigartige Atmosphäre verleihen: Die Farbwirkung von EUROLAMEX METALLIC variiert je nach Betrachtungswinkel und Lichteinfall. Seine edel metallisch schimmernde Oberfläche und reduzierte Lichtdurchlässigkeit von ca. sieben Prozent ermöglichen effektvolle Inszenierungen mit flächigen oder punktuellen Hinterleuchtungen. Umgekehrt kommen auch Technologien aus dem Interior Design im Fassadenbereich zum Einsatz: Das Antireflexionsglas „Luxar“ - von Glas Trösch für Vitrinen und Schaufenster entwickelt - besitzt eine entspiegelnde Schicht, mit der sich auch die Transluzenz von Außenverglasungen erhöhen lässt. So konnte bei der kürzlich abgeschlossenen Sanierung des Großen Tropenhauses im Botanischen Garten Berlin der Lichteintrag für die sonnenhungrigen Pflanzen optimiert werden.
Symbiose von Technik und Dekor
Neben dem Erkennen solcher Synergien und dem Transfer von Technologien zwischen verschiedenen Anwendungsbereichen ist es ein feines Gespür für Trends, das innovative Produktlösungen für das Interior Design hervorbringt: Glas Trösch schafft durch die Kombination von etablierten und neuen Veredelungstechniken Designgläser, die das steigende Bedürfnis nach optisch und haptisch stimulierenden Oberflächen in der Architektur erfüllen. Eine wichtige Rolle spielen dabei grafisch gestaltete Oberflächendekore. Nach einer langen Phase eher puristischer Gestaltung im Interior folgen sie dem Trend zur Individualisierung von Raumwelten. Die neue Glas Trösch Design Collection unter dem Leitsatz „Contzen´tration on glass“ entstand in Zusammenarbeit mit dem bekannten Designer Lars Contzen. 17 seiner Dekore werden in zehn verschiedenen Farben durch Siebdruck, Digitaldruck oder Satinierung auf die Designgläser EUROLAMEX METALLIC, SWISSSATIN, LAMEX COLORPRINT oder COLORDESIGN aufgebracht. So ergeben sich insgesamt 510 verschiedene Varianten mit unterschiedlichster, oft überraschender optischer und haptischer Wirkung.
Gerade die Möglichkeit zur Vermischung verschiedener Techniken beschreibt Designer Contzen als besonders spannend an der Arbeit mit Glas: „Das Zusammenspiel von partieller Satinierung in Kombination mit Farbe und Spiegeloberflächen schafft Produkte, die sich zwischen Design und Kunst bewegen. Das Ausreizen aller im Material steckenden Möglichkeiten auf der Basis eines grafischen Gestaltungsansatzes wird in der Zusammenarbeit mit Glas Trösch ein erklärtes Ziel bleiben.“ Gegenüber anderen Baustoffen ermöglicht Glas als Verbundmaterial dabei einmalige Effekte: In verschiedenen Ebenen aufgebrachte Dekore erzeugen eine starke Tiefenwirkung und ein Spiel mit Transparenzen – so ergeben sich ganz neue Möglichkeiten der Raumgestaltung.
Glas im neuen Look – überraschend atmosphärische Wirkung
Interior Gläser bieten also mehr als leicht zu reinigende, hygienische Oberflächen für Küchen oder Bäder. Kombinationen von bewährten Veredelungstechniken, adaptierten Technologien aus der Fassadenglasentwicklung und Oberflächendekoren bringen den Facettenreichtum des Werkstoffes zum Vorschein. Sie schaffen im Geschäfts- und Wellnessbereich wie auch im privaten Wohnumfeld Räume mit einzigartiger Atmosphäre und setzen kunstvolle Akzente. Das Spiel der neuen Designgläser mit Lichteffekten, Farbe und Dekor weckt die Erinnerung an Materialeigenschaften, die durch die heute übliche Verwendung von Glas als kalten, harten, glatten und unsichtbaren Baustoff in Vergessenheit geraten sind: seine Haptik, die durch Satinieren samtweich werden kann; seine Optik, deren Reichtum an kunstvollen Variationen sich schon vor Jahrhunderten zu entwickeln begann; und natürlich seine Transluzenz, die durch ihre Schattierungen das raffinierte Spiel von sichtbar und unsichtbar, von durchschimmernd und verborgen ermöglicht, in dem letztendlich die Faszination des Werkstoffes begründet liegt. In der ungewohnten Deutlichkeit überraschen diese Materialeigenschaften, sie widersprechen den gängigen Assoziationsmustern und wecken Emotionen. Und sie zeigen: Kaum ein anderer Werkstoff neben Glas besitzt so viele verschiedenartige Gesichter, vermag den Charakter eines Raumes so individuell und atmosphärisch zu prägen.
Die neue Glas Trösch Design Collection entstand
in Zusammenarbeit mit Lars Contzen.
Der in diesem Jahr mit dem internationalen
Design-Preis „interzum award“ ausgezeichnete Designer
entwirft grafische Oberflächen für raumgestaltende
Materialien – und ist fasziniert von der Arbeit
mit dem Werkstoff Glas:
„Glas ist eines der grundlegenden Medien in der
Architektur und Innenarchitektur.
Gleichzeitig drückt es Wertigkeit aus, spielt
mit Licht und Transluzenz und wirkt selten
aufdringlich. Das Gestalten von Glas ist für mich
so etwas wie die Königsdisziplin der
Oberflächenveredelung und hat Parallelen
zum Schliff von Edelsteinen. Das beachtliche
Spektrum der technischen Möglichkeiten im Bereich
Glas fasziniert mich: Dekor bekommt hier eine
völlig neue Bedeutung. Im Ergebnis entsteht eine
ästhetische, veredelte Oberfläche, die eine
zeitlose Qualität besitzt.“
Zitat Lars Contzen
Weitere Informationen:
Traudl Dietlmeier | Glas Trösch Beratungs-GmbH
Benzstraße 13, 89079 Ulm
Tel. 0731-40 96-101
www.glastroesch.de
Rückfragen der Presse beantwortet:
Matthias Mai | mai public relations GmbH
Dessauer Straße 6, 10963 Berlin
Tel. 030-84 11 48-07
mm@maipr.com | www.maipr.com
(Copyright für alle Bilder: Glas Trösch Beratungs-GmbH)

Glas Trösch präsentierte die Lars Contzen Design-Collection auf dem „Designer Werktag“ im Juni 2009 im Frankfurter„Cocoon Club“. Drei Szenen - drei Themen: Die Bildstrecke „Optik – Haptik – Transluzenz“ reduziert den Facettenreichtum des Werkstoffes Glas mit seinen vielfältigen Bearbeitungsmöglichkeiten auf jeweils eine Kernaussage.




