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    4. Designer Werktag in München: Inspiration im Designtempel

    06. Juni 2010
    Rubrik: News

    Rund 800 Fachbesucher kamen am 20. Mai 2010 in den Münchner Postpalast

     

    Mit Werkberichten von BIG (Kopenhagen) und Holzer Kobler Architekturen (Zürich) bot der Designer Werktag auch in diesem Jahr wieder ein hochkarätiges Programm. Rund 800 Fachbesucher kamen am 20. Mai 2010 in den Münchner Postpalast, den die Schweizer Architekten in einen „Designtempel“ verwandelt hatten. Die beeindruckende Rauminszenierung bildete einen stimmungsvollen Rahmen für die Präsentationen des Initiators Glas Trösch und der 14 Partner des Designer Werktags, deren kreative Lösungen für den Innenraum zum Anfassen und Ausprobieren einluden.

     

    Bereits zum vierten Mal brachte der Designer Werktag mit seiner einzigartigen Mischung aus hochkarätigen Werkvorträgen, atmosphärisch inszenierten Produktpräsentationen und abschließender Werkfeier Architekten, Innenarchitekten, Designer und namhafte Hersteller zusammen. Nach dem Gründungsevent 2007 auf der Praterinsel und Stationen in Stuttgart (2008) und Frankfurt (2009) kehrte die Veranstaltung in diesem Jahr wieder nach München zurück, wo ein neuer Besucherrekord verzeichnet werden konnte: Rund 800 Gäste informierten sich unter dem Leitthema „Anfasszination“ über neue Materialien, Produkte und Ideen für den Innenraum und machten den Designer Werktag damit endgültig zu einem Pflichttermin der Branche.

     

    Der Postpalast als Designtempel

    Am Veranstaltungsort erwartete die Besucher ein einzigartiges Raumerlebnis. Das Büro der Zürcher Architekten Barbara Holzer und Tristan Kobler verwandelte die ehemalige Sortierhalle aus den zwanziger Jahren für einen Abend in einen „Designtempel“. Mit minimalen Stilmitteln - Farbe und Licht - schufen sie eine sinnliche und inspirierende Atmosphäre. Ihr Konzept stellt den fast sakral anmutenden Charakter des Rundbaus mit seinem imposanten Innenraum in den Mittelpunkt. So ließen sie die Scheiben der 20 Meter hohen Glaskuppel sowie die Fenster im Sockel des Gebäudes mit Farbfolien hinterlegen und von außen mit Licht fluten. Das einfallende Licht erzeugte auf Wänden und Decke farbige Lichtreflexionen. Am Boden des Zentralraumes zeichneten verschiedenfarbige, amorph geformte Teppichflächen das Motiv in abstrakter Form nach und bildeten einzelne Ausstellungsbereiche. Darauf präsentierten neben Initiator Glas Trösch mit Armstrong, atelier schneeweiss, Burkhard Leitner constructiv mit Heilmaier Messedesign, Création Baumann, ege, Girsberger, Kährs Parkett, Lista Office, Moroso, MWE, raumPROBE, VARIO und Vectorworks die 14 Partner des Designer Werktags 2010 ihre eigens gestalteten Beiträge. Verschiedene Teppichfarben gaben dabei die Grundtöne der Präsentationsinseln vor, sodass ein zugleich homogenes wie farbenfrohes Gesamtbild entstand. 

     

    Werkvorträge von BIG und Holzer Kobler Architekturen

    Das Zentrum des Raumes unter der Glaskuppel war mit verschiedenen Sitzgelegenheiten als Zuschauerraum gestaltet. Hier wurde wie auch schon in den vergangenen Jahren ein hochkarätiges Programm geboten: Nach einem inspirierenden Werkvortrag von Tristan Kobler, der unter anderem den Ideen- und Farbfindungsprozess zur Inszenierung des Postpalasts beschrieb, stellte Kai-Uwe Bergmann die Arbeitsweise und die spannendsten Projekte des Kopenhagener Büros BIG vor. Dabei bekamen die Besucher beispielsweise durch spektakuläre Aufnahmen des von BIG entworfenen dänischen Pavillons einen spannenden Einblick in die kürzlich eröffnete Expo 2010 in Shanghai. 

     

    Präsentation der Partner bei der Werkschau „runde Sache”

    Im Anschluss an die Vorträge stellten sich die Aussteller des Designer Werktags mit ihren Werkstoffen, Designs und Dienstleistungen vor. Einmalig in dieser kompakten Zusammenstellung bot dies den Besuchern eine Übersicht der Trends und neuesten Entwicklungen für die Innenraumgestaltung. Ganz nach dem Motto der Werkschau „Anfasszination“ waren dabei Anfassen und Ausprobieren der Exponate ausdrücklich erwünscht – so konnten sich Architekten und Designer für ihre tägliche Kreativarbeit inspirieren lassen.

     

    Glas Trösch, Initiator und Veranstalter des Designer Werktags, ließ eine einzelne freistehende Glasscheibe, die durch mehrere Mobiles aus bunten Glasplättchen hindurch angestrahlt wurde, für die einzigartige Wirkung des so wandelbaren Werkstoffes sprechen. Abgesetzt von der umgebenden Farbenpracht erzeugte das in neutralem Weiß satinierte Dekor „Whispering Grass“ des Designers Lars Contzen ein raffiniertes Spiel von Transparenzen und Schattenbildern. Glas ist als Multiplikator von Interieur-Elementen, von Licht und Farbe, so vielfältig einsetzbar wie kein anderer Werkstoff. Durch die Kombination von Veredelungs- und Verarbeitungstechniken wie Siebdruck, Digitaldruck und Dekorsatinierung können ihm die unterschiedlichsten Ausdrucksformen verliehen werden: von hart bis samtig weich, von zurückhaltend neutral bis expressiv, von transparent bis transluzent oder opak – passend zur individuellen Gestaltungsidee. Entsprechende Beispiele präsentierte Glas Trösch in einem separaten Musterraum.

     

    Mehr Informationen zum Designer Werktag 2010 unter:
    www.designerwerktag.de

     

    Abbildungen Designer Werktag:

    (Copyright für alle Bilder: Glas Trösch Beratungs-GmbH; Fotograf: Ronny Buck)

     

    Designglas, Designgläser, Farbiges Glas

    Rund 800 Architekten und Designer kamen zum 4. Designer Werktag in den Münchner Postpalast, der für einen Abend in einen beeindruckenden „Designtempel“ verwandelt wurde.

    Designglas, Designgläser, Farbiges Glas

    Der Entwurf für die Rauminszenierung des Postpalasts als „Designtempel“ stammt von den Zürcher Architekten Barbara Holzer und Tristan Kobler. Sie ließen die Scheiben der 20 Meter hohen Glaskuppel sowie die Fenster im Sockel des Gebäudes mit Farbfolien hinterlegen und von außen mit Licht fluten.

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    Unter dem Titel „YES IS MORE“ stellte Kai-Uwe Bergmann in einem eindrucksvollen Werkvortrag die spannendsten Projekte seines Kopenhagener Büros BIG vor.

    Abschließend bot das „Nachwerk“ bei Musik und Abendbrot in lockerer Atmosphäre die Möglichkeit zum Austausch und gemeinsamen Feiern - auch dafür war der „Designtempel“ eine wunderbare Kulisse.


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